Beeinflussen soziale Medien meinen Personenschadensanspruch?

Personenschäden in den sozialen Medien

Diese Frage betrifft viele Fälle von Personenschäden, wie oben beschrieben zwei Drittel der New Yorker nutzen regelmäßig Social-Media-Plattformen.

Wie unten dargelegt, können Facebook-Beiträge und andere Social-Media-Beiträge und Likes positive oder negative Auswirkungen auf Ihren Schadensersatzanspruch haben.

Wenn Sie also bei einem Unfall verletzt wurden, denken Sie nach, bevor Sie auf „Senden“ klicken. Ein zufälliger Social-Media-Beitrag kann Ihren Anspruch entweder begründen oder zunichte machen.

Für Unfallopfer steht viel auf dem Spiel.

Entschädigung In einem Personenschadensfall umfasst die Versicherung in der Regel Geld für wirtschaftliche Verluste, wie z. B. Arztrechnungen, und nichtwirtschaftliche Verluste, wie z. B. Schmerzen und Leiden.

In einigen extremen Fällen kann auch zusätzlicher Strafschadenersatz möglich sein.

Wie relevant sind Social-Media-Beiträge?

Der Beweisstandard vor Zivilgerichten ist eher niedrig (ein Überwiegen der Beweise oder eher wahrscheinlich als nicht).

Auch die Hürde für die Zulässigkeit von Beweismitteln ist eher niedrig.

Die vorgelegten Beweise, bei denen es sich um einen Social-Media-Beitrag, eine Zeugenaussage oder einen physischen Beweis handeln kann, dürfen nur sein relevant.

Es muss eine wesentliche Tatsache entweder wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich machen.

Beispiele für relevante Social-Media-Beiträge sind Bilder der Unfallstelle, positive oder negative Kommentare zum Unfall oder zum Täter (fahrlässiger Akteur) und eine Diskussion der unfallbedingten Verletzungen.

Es könnten einige Ausnahmen gelten. Einige Beweise sind beispielsweise relevant, aber zu Unrecht schädlich.

In diese Kategorie fallen beispielsweise rassistische oder sexistische Äußerungen, die sich an den Hundebesitzer richten, oder ähnliche Äußerungen, die sich an einen nachlässigen Hersteller medizinischer Geräte richten.

Privilegierte Gespräche wie Arzt-Patient, Anwalt-Mandant und Priester-Gemeindemitglied sind vor Gericht grundsätzlich unzulässig.

Das Gleiche gilt für bestimmte Informationen zur Kriminalgeschichte und einige Hinweise auf Charaktere und frühere Taten.

Bei Social-Media-Beiträgen könnte die Authentifizierung ein Problem darstellen. Technisch gesehen kann jeder mit einem Benutzernamen und einem Passwort alles auf einem Social-Media-Konto posten. Darüber hinaus sind nicht autorisierte Hacks eher an der Tagesordnung.

Es besteht die Vermutung, dass, wenn Sie jemandem einen Brief schicken und der Brief die richtige Adresse hat, die Person den Brief erhalten hat.

Die gleiche Annahme gilt auch für Social-Media-Beiträge. Ebenso besteht die Vermutung, dass der Kontoinhaber auch der Plakatierer war.

Die anfechtende Partei muss diese Vermutung durch entsprechende Beweise widerlegen.

Der Zugriff auf Dateien könnte ebenfalls ein Problem darstellen. Facebook und andere Plattformen verfügen über Tools, mit denen Benutzer alle ihre Beiträge herunterladen können. Diese Tools sind jedoch für Nichtbenutzer nicht verfügbar. Darüber hinaus sind angezeigte Internetinhalte mit Schlüsselwörtern wie „Unfall“ oder „Verletzung“ ohne die Metadaten möglicherweise nicht so aussagekräftig.

Negative Auswirkungen

Im Allgemeinen kann das Posten aus einer Laune heraus oder aus Wut erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Das gilt insbesondere in diesem Zusammenhang.

Bilder sind ein gutes Beispiel. Die meisten Opfer behaupten, ihnen sei ein erheblicher immaterieller Schaden entstanden. Lustige Instagram-Bilder untermauern diese Behauptungen.

Löschen Sie keine ungünstigen Social-Media-Beiträge.

Auch wenn sie die oben genannten Zulässigkeitsstandards nicht erfüllen, sind sie fast immer relevant genug, um Gegenstand einer Offenlegung zu sein.

Gerichte verhängen jetzt erhebliche Strafen über Prozessparteien, die sich absichtlich der Entdeckung durch soziale Medien entziehen.

Dazu gehören Aktivitäten wie das „Aufräumen“ der Seite durch das Entfernen ungünstiger Informationen und die vorübergehende Deaktivierung des Kontos, um eine Entdeckungsfrage zu bestehenden Social-Media-Konten mit „Nein“ zu beantworten.

Positive Effekte

Auch Social-Media-Beiträge können Ihren Anspruch stärken.

Viele Leute posten Bilder von Dingen wie Fahrzeugschäden auf ihren Social-Media-Konten. Wenn andere Personen unangemessene Kommentare abgeben, kann ein Anwalt diese Kommentare in der Regel redigieren.

Ein weiteres Beispiel sind Arztrechnungen. In der Regel enthalten diese Aufzeichnungen zahlreiche Diagnosen, Behandlungen, Kosten und andere kalte, harte Fakten. Aber ihnen fehlt die menschliche Note.

Social-Media-Beiträge füllen oft die Lücke. Vor allem auf Twitter und Instagram posten Menschen regelmäßig Beiträge darüber, wie sie sich an einem bestimmten Tag fühlen.

Freunde und Familienmitglieder posten möglicherweise ähnliche Dinge. Wenn sie eine Veränderung in Ihrem Verhalten bemerken, ist dieser Beitrag wahrscheinlich für die Frage des Schadensersatzes relevant.

Typischerweise reagieren New Yorker Geschworene sehr gut auf technische Beweise, einschließlich Social-Media-Beiträge.

Dasselbe Prinzip gilt auch für andere elektronische Beweismittel, wie z. B. Event Data Recorder-Informationen. Der EDR eines Autos ähnelt stark dem Black-Box-Flugdatenrekorder eines Düsenflugzeugs.

Generell gilt also: Je positiver die elektronischen Beweismittel im Prozess verwendet werden, desto besser.

Social-Media-Beweise sind ein zweischneidiges Schwert. Es kann dir helfen oder dir schaden. Für eine kostenlose Beratung mit einem erfahrener Anwalt für Personenschäden in New York, contact Napoli Shkolnik .