Seit den 1990er Jahren treiben Lithium-Ionen-Batterien (LI) die meisten elektronischen Geräte und in jüngerer Zeit auch Elektrofahrzeuge an. LI-Batterien halten etwa viermal so viel Ladung wie Säurebatterien. Darüber hinaus lassen sich LI-Batterien einfacher aufladen und sicher entsorgen. Diese Batterien haben auch Nachteile: Sie sind viel heißer als Säurebatterien. Einem Beamten zufolge hat sich die Zahl der LI-Batteriebrände in New York City seit 2019 jedes Jahr verdoppelt.
LI-Batteriebrände sind extrem heiß und verursachen oft schwere Verletzungen. Verletzungen durch Rauchvergiftung sind meist noch schlimmer als Verbrennungen. Die Kombination aus Rauch und Feuer sowie das zum Löschen dieser Brände verwendete Wasser verursachen häufig erhebliche Sachschäden. Ein Anwalt für Personenschäden kann vor Gericht eine Entschädigung für alle diese Verletzungen und Verluste erwirken. Ein Anwalt kann auch eine Entschädigung für die emotionale Belastung und andere immaterielle Verluste erhalten, die diese körperlichen Verletzungen verursachen.
Günstige Batteriekomponenten
Wenn der LI-Markt wächst, steigt das Angebot und die Preise sinken. Aus diesem Grund haben viele Hersteller von LI-Batterien, wo immer möglich, Abstriche gemacht. Das gilt insbesondere für Bereiche wie das interne Managementsystem einer Batterie. Dieses System hält die Temperatur der LI-Batterie niedriger und verhindert, dass sie im Gefahrenbereich betrieben wird.
Erschwerend kommt hinzu, dass billige interne Managementsysteme in der Regel nicht über Sensoren verfügen, die in der Lage sind, Zellausfälle zu erkennen und eine Explosion oder einen Brand zu verhindern.
Dieses Problem wird noch dadurch verschärft, dass viele dieser Batterien in Ländern hergestellt werden, in denen es keine strengen Verbraucherschutzgesetze gibt.
Unsichere Ladegeräte
Bei diesen Problemen kann es sich um Konstruktions- oder Herstellungsfehler handeln. Für diese Mängel ist jedoch das Unternehmen verantwortlich, das das Ladegerät hergestellt hat, und nicht das Unternehmen, das den Akku hergestellt hat.
Eine unzureichende Isolierung kann das häufigste Problem bei Batterieladegeräten sein. Wenn das Ladegerät einen Kurzschluss verursacht oder in der Nähe der Batterie übermäßige Hitze erzeugt, kann der Fehler die LI-Batterie beschädigen und zu einem katastrophalen Ausfall führen.
Wenn diese Fälle vor Gericht landen, geben die Hersteller häufig den Benutzern die Schuld, dass sie LI-Batterien mit nicht zugelassenen Ladegeräten aufgeladen haben. Auf Warnschildern wird jedoch häufig von „empfohlenen“ Ladegeräten gesprochen. Darüber hinaus erklären diese Etiketten nicht vollständig, wie groß die Gefahr eines gefährlichen Brandes ist.
Fehlerhafte Verwendung
Die gleiche Schuldzuweisungs-Einrede kommt häufig bei Klagen wegen unsachgemäßer Verwendung von LI-Batterien zum Vorschein. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es sich bei diesen Geräten um einigermaßen sichere Produkte handelt, die ein gewisses Maß an Missbrauch vertragen. Viele Leute zerlegen sogar die Batteriepakete von Elektroautos und gehen auf andere Weise an die Grenzen. Rechtlich gesehen besteht diese Verteidigung im Rahmen der Doktrin des unvorhersehbaren Missbrauchs in der Regel nicht. Das Zerlegen eines Akkus ist wie das Besteigen der obersten Sprosse einer Leiter. Diese Aktivitäten sind zwar gefährlich, aber vorhersehbarer Missbrauch. Daher können Hersteller diese Missbräuche nicht vor Gericht geltend machen und versuchen, die Entschädigung zu kürzen oder zu verweigern.
Designfehler
Um ihre Fahrzeuge attraktiv zu machen, gestalten Automobilhersteller ihre Autos und Lastwagen so elegant und schlank wie möglich. Gleichzeitig verlangen die Kunden maximale Reichweite und Leistung. Diese Anforderungen zwingen die Hersteller von Batteriepacks dazu, kompakte Designs zu verwenden, die Zellen mit hoher Kapazität in kleinere Gehäuse stecken, was ihre Sicherheit drastisch verringert.
Kompromisse beim Design führen häufig zu Schäden an den Elektroden oder dem Separator. Eine Beschädigung einer der Komponenten könnte zu einem Kurzschluss führen. Darüber hinaus schränken Designer häufig Sicherheitsmerkmale ein, wiederum aus ästhetischen Gründen. Das Fehlen eines geeigneten Kühlsystems oder einer Entlüftung kann dazu führen, dass die Batterietemperatur ansteigt, wenn sich der brennbare Elektrolyt erwärmt.
Wenn dies nicht kontrolliert wird, kann es zu einer Kettenreaktion von Zellausfällen kommen, die dazu führt, dass sich die Batterie noch mehr erwärmt und außer Kontrolle gerät.
Wenn die Einrede des unvorhersehbaren Missbrauchs nicht greift, was normalerweise nicht der Fall ist, haften Unternehmen strengstens für die Schäden, die ihre fehlerhaften Produkte verursachen. Produktmissbrauch ist in der Regel unerheblich.
Herstellungsfehler
Für Herstellungsmängel gelten die gleichen verschuldensunabhängigen Haftungsregeln. Produktionsfehler können dazu führen, dass während des Herstellungsprozesses metallische Partikel (Verunreinigungen) in die Zelle der LI-Batterie gelangen. Batteriehersteller müssen streng kontrollierte Reinräume für die Herstellung von Batterien sicherstellen.
Ein weiterer Mangel könnte die Verdünnung der Separatoren sein, die sich im tatsächlichen Einsatz als nachteilig erweisen könnte. Vor dem Verkauf müssen Zellen einer strengen Qualitätskontrolle und Validierung unterzogen werden. Die Eile, so viel Geld wie möglich zu verdienen, ermutigt Unternehmen, diese wichtigen Herstellungsschritte zu überspringen.
Verletzte haben Anspruch auf eine erhebliche Entschädigung. Für eine kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Anwalt für Personenschäden wenden Sie sich an Napoli Shkolnik. Wir kümmern uns bundesweit um defekte Produkte.
